Erdbestattung

Der/die Ver­stor­bene find­et in einem Fam­i­lien­grab oder einem Einzel­grab auf einem öffentlichen Fried­hof die let­zte Ruh­estätte. Ein zugewiesenes Grab hat eine Ruhezeit von 10 bis 15 Jahren, je nach Fried­hof­sor­d­nung. Die Grab­nutzung kann nach Ablauf dieser Zeit jed­erzeit been­det wer­den. In einem Grab kön­nen mehrere Per­so­n­en ihre let­zte Ruhe finden.

Feuerbestattung

Die Feuerbestat­tung bzw. Einäscherung set­zt sich in Öster­re­ich immer mehr durch. Der Ver­stor­bene wird in einem Kre­ma­to­ri­um, für unsere Region im Kre­ma­to­ri­um Kram­sach, in einem Sarg ver­bran­nt. Die Asche wird in der Folge in eine Urne gefüllt. Um Ver­wech­slun­gen auszuschließen, verbleibt ein Schamottstein mit ein­er ein­ma­li­gen und reg­istri­erten Num­mer bei dem Ver­stor­be­nen und der Asche. Die Urne wird meist auf einem Fried­hof beige­set­zt. Man kann die Urne aber auch auf einem Pri­vat­grund­stück, zum Beispiel im eige­nen Garten, beiset­zen (Ansuchen über die Bezirk­shaupt­mannschaft) oder sie für alter­na­tive Bestat­tungsarten wie beispiel­sweise die Baumbestat­tung, die Fluss­bestat­tung oder die Seebestat­tung vor­bere­it­en. Das Ver­streuen der Asche ist in Öster­re­ich nicht erlaubt.

Naturnahe Bestattung

Die Asche des/der Ver­stor­be­nen wird in ein­er biol­o­gisch abbaubaren Urne auf ein­er dafür gewid­me­ten Natur­fläche in den Kreis­lauf der Natur zurückgeführt.

Bestat­tung auf dem eige­nen Grund­stück:
Für gewöhn­lich erteilt die Bezirk­shaupt­mannschaft recht schnell die Genehmi­gung für eine Bestat­tung auf dem Pri­vat­grund­stück. Die Urne mit der Asche des/der lieben Ver­stor­be­nen kann also im Garten oder auch auf der Alm, sofern das Grund­stück im eige­nen Besitz ist, bestat­tet werden.
Zu bedenken ist, dass bei ein­er Bestat­tung auf dem eige­nen Grund­stück Fre­unde und Bekan­nte des/der Ver­stor­be­nen keinen uneingeschränk­ten Zutritt und damit keine Stätte für ihre Trauer haben.
Die Nähe des Ver­stor­be­nen zum Beispiel im eige­nen Garten mag in der ersten Zeit der Trauer als tröstlich, kön­nte jedoch mit den Jahren auch anders, als „erdrück­end“, emp­fun­den wer­den und kön­nte und das notwendi­ge Loslassen erschw­eren. Diese Art der Beiset­zung will dem­nach rei­flich über­legt wer­den. Wir berat­en Sie gerne.

Baumbestat­tung:
zum Beispiel im „Wald der Ewigkeit“ in Kundl: Die Urne wird im Wurzel­bere­ich des aus­gewählten Baumes beige­set­zt. Der /die Ver­stor­bene wird somit zu einem Teil des Baumes und für uns zum Sinnbild für das Fortbeste­hen des Lebens. Im Wech­sel der Jahreszeit­en erin­nert der Baum an den Kreis­lauf der Natur, an das ewige Wer­den und Vergehen.

Bergbestat­tung
auf ein­er Almwiese in Werfenweng/Salzburg: Für immer in den Bergen – dem Him­mel ein Stück näher – zur let­zten Ruhe gebet­tet zu wer­den, ist der Wun­sch von vie­len. Die Asche des/der lieben Voraus­ge­gan­genen wird bei der Almwiese beige­set­zt und so in den Kreis­lauf der Natur zurück­ge­führt. Mit ewigem Blick auf die Gipfel.

Donaubestat­tung:
Die Asche wird in Niederöster­re­ich in ein­er speziellen Urne der Donau übergeben – mit aller Würde und Ehre für den Voraus­ge­gan­genen, mit Musik und Ansprache, Schiff­s­sire­nen-Salut und einem Blü­ten­tep­pich auf dem Wass­er. Die Urne löst sich nach einiger Zeit im Wass­er auf, und die Asche erhält die Freiheit.

Seebestat­tung:
Für Ver­stor­bene, die eine sehr enge Beziehung zum Meer hat­ten, ist eine Seebestat­tung vielle­icht eine schöne alter­na­tive Bestat­tungs­form. Die Asche wird während ein­er würde­vollen Zer­e­monie direkt ins Wass­er gestreut oder kommt in eine spezielle Seeurne, die sich im Wass­er schnell zer­set­zt. Seebestat­tun­gen sind im Mit­telmeer möglich, aber auch in der Nord- und Ost­see. Ange­hörige kön­nen die Seebestat­tung begleit­en und mit gestal­ten. Ist das nicht der Fall, hält der Kapitän des Schiffs hält eine Ansprache und übergibt die Urne dem Meer. Die genaue Posi­tion der Seebestat­tung trägt er in eine Seekarte für die Ange­höri­gen ein.

Dia­mantbestat­tung:
Ein ganz beson­deres Erin­nerungsstück ist ein Dia­mant aus der Asche des Ver­stor­be­nen. Über mehrere Wochen entste­ht in einem aufwändi­gen Ver­fahren aus dem in der Kre­ma­tion­sasche verbliebe­nen Kohlen­stoff unter Druck und hoher Tem­per­atur ein Dia­mant. Ein Experte schleift den Erin­nerungs­dia­man­ten anschließend in die gewün­schte Form.